Gewähltes Thema: Grundlegende Erste-Hilfe-Tipps für Wildnis-Entdecker

Willkommen, Abenteurer! Heute dreht sich alles um grundlegende Erste-Hilfe-Tipps für Wildnis-Entdecker. Hier findest du praxiserprobte Hinweise, kleine Geschichten aus dem Gelände und klare Schritte, die dich sicherer machen. Abonniere unseren Blog und teile deine Fragen – wir antworten mit gezielten, realistischen Tipps.

Richtig vorbereitet: Dein Wildnis-Erste-Hilfe-Set

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Sterile Kompressen, elastische Binden, Pflaster in verschiedenen Größen, ein Dreieckstuch, Rettungsdecke, Handschuhe, Pinzette, Signalpfeife, Notizblock mit Stift und persönliche Medikamente gehören ins Set. Ergänze Blasenpflaster, ein kleines Irrigationsfläschchen und Desinfektionstücher für die häufigsten Situationen unterwegs.
02
Nutze wasserfeste Beutel mit klarer Beschriftung, damit du Verband, Handschuhe und Rettungsdecke im Stress sofort findest. In einer Nachtübung merkte ich, wie hilfreich farbcodierte Taschen sind: Selbst mit kalten Fingern griff ich zielsicher nach Druckverband und Taschenlampe.
03
Überprüfe vor jeder Tour Verfallsdaten, fehlende Teile und Batterien deiner Stirnlampe. Trainiere das Anlegen eines Druckverbandes, bis jeder Handgriff sitzt. Notiere Packlisten, lade dein Team ein mitzuüben und teile in den Kommentaren, welche Handgriffe dir noch schwerfallen.

Ersteinschätzung im Gelände: Der ABCDE-Check

Eigen- und Umweltsicherheit zuerst

Sichere dich selbst, bevor du hilfst: Prüfe Steinschlag, Wetter, Tiere und instabile Hänge. Ziehe Handschuhe an, atme tief durch und verhindere, dass aus einem Notfall zwei werden. Diese Routine rettete uns einmal bei starkem Wind, als lose Äste direkt über dem Patienten hingen.

Atemwege, Atmung, Kreislauf

Kontrolliere Atemwege und Atmung, höre und fühle. Stoppe starke Blutungen sofort mit direktem Druck und Druckverband. Ein Tourniquet nur bei lebensbedrohlicher Extremitätenblutung und mit Training. Zähle Atemzüge, prüfe Hautfarbe, fülle fortlaufend deine Notizen – es hilft bei Entscheidungen.

D und E: Bewusstsein und Untersuchung

Beurteile Bewusstsein mit AVPU, prüfe Pupillen und Kraft in Händen und Füßen. Untersuche von Kopf bis Fuß, halte aber warm: Öffne Kleidung nur so weit wie nötig und schütze vor Auskühlung. Im Team nennt jeder laut, was er sieht, damit nichts überhört wird.
Spüle Wunden mit sauberem Trinkwasser unter moderatem Druck, um Schmutz auszutreiben. Aggressive Lösungen gehören nicht tief in frisches Gewebe. Entferne sichtbare Partikel vorsichtig mit einer feinen Pinzette. Einmal rettete schlichtes Spülen unserem Kameraden den restlichen Urlaub.

Wundversorgung fernab der Zivilisation

Verstauchungen, Brüche und improvisierte Schienung

Ruhe bewahren, kühlen, komprimieren, hochlagern – angepasst an die Umgebung. Schnee im Beutel kann kühlen, eine elastische Binde stabilisiert. Übertreibe das Kühlen nicht, schütze die Haut, plane Pausen und teste vorsichtig, ob schmerzfreies Bewegen überhaupt möglich ist.

Verstauchungen, Brüche und improvisierte Schienung

Nutze Trekkingstöcke, Isomatte, Schaumstoff und Tücher, um eine stabile Schiene zu bauen. Polstere Druckstellen, fixiere über Gelenke ober- und unterhalb der Verletzung. Wir schienten einmal mit zwei Ästen und einem Buff erstaunlich komfortabel – der Abstieg wurde dadurch sicherer.

Umgebungsbedingte Notfälle: Kälte, Hitze, Höhe

Nasse Kleidung aus, trockene Schichten an, Windschutz aufbauen, süße warme Getränke bei wachem Patienten. Bewege sanft, vermeide ruckartige Handgriffe. Frostbeulen nicht reiben. Ein Biwaksack, eine Rettungsdecke und Körperwärme im Team machen bei langen Wartezeiten einen gewaltigen Unterschied.

Umgebungsbedingte Notfälle: Kälte, Hitze, Höhe

Schatten, langsame Kühlung, Flüssigkeit mit Elektrolyten, enge Kleidung lockern. Bei Bewusstseinsstörung, heißer trockener Haut oder Krampf: Notfall. Kühle aggressiv mit nassen Tüchern und Fächertechnik, alarmiere Hilfe. Wir stoppten einmal mittags, verschoben den Aufstieg – das rettete Energie.

Zecken und stechende Insekten

Zecken mit feiner Pinzette hautnah fassen und gerade herausziehen, dann desinfizieren und Datum notieren. Bei ringförmiger Rötung oder grippeähnlichen Symptomen ärztlich abklären. Stachel von Bienen ausstreichen, kühlen und beobachten. Anaphylaxie? Adrenalin-Autoinjektor anwenden, Hilfe rufen, ruhig bleiben.

Schlangenbiss: Was tun, was lassen

Ruhe bewahren, betroffene Extremität ruhigstellen und tief lagern, Schmuck abnehmen, Uhrzeit merken. Kein Einschneiden, Aussaugen, Abbinden oder Eis. Beobachte Symptome, organisiere zügige Evakuierung. Unsere Gruppe blieb einmal einfach sitzen, trank Wasser und hielt warm – das half enorm.

Reizpflanzen und Hautreaktionen

Nach Kontakt früh mit Wasser und milder Seife waschen, Kratzen vermeiden, kühlen. Bei Augenbeteiligung gründlich spülen. Weit verbreitet: verzögerte Rötung mit Juckreiz. Bei Atemnot, Schwellung von Lippen oder Zunge sofort Notfallmaßnahmen. Teile deine regionalen Pflanzenwarnungen mit der Community.
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